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Wappen
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Beschreibung des Beetzendorfer Wappens: „In Silber über den blauen Wellen eine dreitürmige rote Burg mit blauen
Dächern. Im offenen Tor drei (2:1) rote Adlerbeine“. Das Wappen zeigt die Burg an der Jeetze (daher die Wellen), die im Besitz der Familie von der Schulenburg ist. Deren Wappen sind die 3 Adlerfänge
entnommen. Das Wappen ist in dieser Gestaltung über 120 Jahre alt. Die Verleihung des Rechtes zur Führung des Wappens stammt vom 01.03.1938. Die Verleihung hat der Oberpräsident der Provinz Sachsen
vorgenommen. Das Wappen wurde von einem unbekannten Grafiker mit den Initialen H.R. gestaltet.
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Die Familie von der Schulenburg führt in ihrem Wappen drei rote Adlerfänge mit scharfen Krallen. Im Mittelalter gab es nur
drei Familien, deren Wappen drei Adlerfänge zeigten, darunter die von der Schulenburg. Die brandenburgischen Adelsfamilien führten häufig Adlerfänge in ihrem Wappen. Wahrscheinlich wurden die
Adlerfänge vom roten, märkischen Adler Brandenburgs abgeleitet. Erstmals tauchte das Wappen 1324 in einer Urkunde auf, die den Ritter Bernhard I. von der Schulenburg betraf. Bernhard I. ist der
Stammvater der weißen Familienlinie der Schulenburgs.
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Informationen und Ansichten
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Den Ort Beetzendorf finden Sie in Sachsen-Anhalt (Altmarkkreis Salzwedel), im Nordwesten der Altmark. Beetzendorf liegt 3
km westlich der Bundesstraße 248 rund 10 km nordwestlich von Klötze und etwa 18 km südlich der Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel, am Flüsschen Jeetze. Die Gemeinde Beetzendorf umfasst eine Fläche
von 9797 ha (31.12.2008). In der Gemeinde leben ca. 3352
Menschen (Stand 01.01.2010). Ortsteile der Gemeinde Beetzendorf sind Audorf, Bandau, Beetzendorf, Darnebeck, Groß Gischau, Klein Gischau, Hohentramm, Jeeben, Käcklitz, Mellin, Peertz, Poppau, Siedengrieben, Stapen, Tangeln und Wohlgemuth. Die Gemeinde Beetzendorf ist Mitgliedsgemeinde in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. In Beetzendorf befindet sich auch der Sitz der Verbandsgemeinde.
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Beetzendorf wurde 1200 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ort entwickelte sich zu einer Burgsiedlung, die bis 1945 der
Familie von der Schulenburg unterstellt worden war. Beetzendorf hat spätestens seit der Besitznahme durch die Familie von der Schulenburg im 14. Jahrhundert eine zentralörtliche Funktion, als Ort von
Verwaltung, Markt und Kirche. Beetzendorf entwickelte sich zu einem mittelalterlichen Flecken, aber nie zu einer Siedlung, die Stadtrechte innehatte. In den Jahren seit der Wiedervereinigung Deutschlands
hat sich auch in Beetzendorf vieles verändert. Neue Gewerbebetriebe sind entstanden, alte Betriebe und Geschäfte sind verschwunden. Im Ort wurde vieles saniert oder neugebaut. Schon am 2. Oktober 1990
wurde eine Partnerschaft mit der Gemeinde Basdahl in Niedersachsen geschlossen, die bis heute Bestand hat.
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Der “Lange Teich” im Park
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Das ehemalige “Gräfliche Schloss”
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Im ehemaligen “Gräflichen Park” befinden sich die Ruinen einer markgräflichen Niederungsburg, die 1345 als
Erblehen an die Familie von der Schulenburg verkauft wurde. Die Burg war bis zum Dreißigjährigen Krieg wahrscheinlich die stärkste Befestigung der Altmark. Sie war wie, alle festen Plätze
dieser Gegend, im Sumpf erbaut. Bewohnt war die Burg bis 1670. Danach wurden Teile der Burg abgerissen, der Rest verfiel mehr und mehr. Heute dient die Burgruine als Kulisse für die
Freilichtbühne. Die Burganlage wurde im Jahr 1999 renoviert. Auf dieser Internetseite sieht man eine Rekonstruktionszeichnung, wie die Beetzendorfer Burg eventuell ausgesehen haben könnte.
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Der “Gräfliche Park” wurde 1700 als Lustgarten auf den niedergelegten Wällen der Burg angelegt. Nach 1725
erfolgte eine Umgestaltung zum barocken Terrassengarten. Schon 1750 zählte dieser Park zu den schönsten Parks der Altmark. In alten Chroniken wurde diese Anlage wegen ihrer herrlichen Alleen
und Obstbäume erwähnt. Ende des 18. Jahrhundert ging der Trend zur Natürlichkeit und Weite, darum erfolgte eine erneute umfangreiche Umgestaltung der Parkanlage im englischen Stil mit großen
Flächen, Sichtachsen mit weiten Blicken und mehr Natürlichkeit. Es wurden viele neue und seltene Gehölze anpflanzt. Der Beetzendorfer Park mit seiner Sumpfzypressenallee, dem Teich und der
Burgruine hat zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Zauber. Teppiche von Buschwindröschen im zeitigen Frühjahr, die zart rosa Blüten des Tulpenbaumes oder das dichte Blätterdach von
Edelkastanien und Schwarznussbäumen laden zu einem Spaziergang entlang der Teichanlage ein.
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Das Herrenhaus im “Apenburger Hof”
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Die Toranlage zum “Apenburger Hof”
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Die Familie von der Schulenburg teilte sich im 14. Jahrhundert in die weiße und die schwarze Familienlinie. Deshalb entstanden in
Beetzendorf auch zwei große landwirtschaftliche Güter mit den dazugehörigen Herrenhäusern. Die Angehörigen der weißen Familienlinie erbauten sich am Rande der Burg das “Gräfliche Schloss” und bewirtschafteten das
Gut I. Die Angehörigen der schwarzen Familienlinie hatten ihr Herrenhaus im “Apenburger Hof”, dem Gut II.
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Der Mühlenteich mit der Marienkirche
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Das Gymnasium in der Goethestraße
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Der Steinweg mit dem Postgebäude
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Mit dieser kleinen Vorstellung von Beetzendorf möchten wir Ihnen nur einen Vorgeschmack auf unseren Heimatort geben. Natürlich gibt es
in Beetzendorf noch viel mehr zu sehen und zu entdecken. Am besten Sie besuchen Beetzendorf selber und machen sich ein Bild von der sympathischen Burggemeinde. Als Verein der Heimatfreunde Beetzendorf sind wir
Ihnen, nach Vorabsprache, gern bei der Erforschung der Beetzendorfer Geschichte behilflich. Zum Beispiel auch mit dem Besuch unserer Heimatstube.
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Wetter und Klima
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Klimatisch gehört Beetzendorf zum Übergangsbereich des milden westeuropäischen Seeklimas und zum osteuropäischen
Kontinentalklima. Der „Klima-Atlas der DDR“ von 1953 bezeichnet die Region um Beetzendorf als stark maritim beeinflusstes Binnenlandklima (die relative Nähe zur Nordsee ist zu spüren). Die mittlere
Januartemperatur liegt unter 0 Grad Celsius, die mittlere Junitemperatur um 18 Grad Celsius. Die durchschnittliche jährliche Temperaturschwankung liegt bei 18 Grad Celsius. Der Jahresniederschlag liegt bei 564 mm und ist damit vergleichsweise niedrig, da er in das untere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt.
Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im August. Die Niederschläge variieren allerdings kaum und sind sehr gleichmäßig übers Jahr verteilt.
In einem Bericht um 1700 wird das Klima in der Altmark so beschrieben: „Die Kälte kann bey uns nicht so strenge
ausfallen, als in dem untersten Theil Sibiriens... und hingegen nicht so gelinde, als in den Südlichen Theil Engelland..., obgleich beydes unter gleichen Grad mit der Altmarck lieget. Selten ereignet
sich der Fall, daß Leute, wenn sie sich bey der Erntearbeit zu sehr angreiffen, von der Hitze überwältigt werden und ums Leben kommen.“
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